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Interview – Stefan

Melanie Birk

Melanie ist Intrapreneurin bei Vision11 und zuständig für die Innovationen und digitalen Produkte des Unternehmens. Im Interview erzählt sie mehr über ihre ersten Arbeitstage, gibt zukünftigen Bewerbern Tipps und zeigt ihren Karrierewerdegang auf:

Hallo Melanie, was sind Deine wesentlichen Aufgaben als Intrapreneurin bei Vision11 und wie lange bist Du bereits an Board?

 

Das erste Mal war ich von März 2014 für 3,5 Jahre als CRM Consultant bei der Vision11. Nach dem Wechsel in einen Medienkonzern habe ich erst richtig gemerkt, was ich damals bei der Vision11 aufgegeben habe.

Das zweite Mal startete im Oktober 2018. Ich kam zurück, um für ein ausländisches StartUp im Energiebereich das CRM aufzubauen. Wie es bei StartUps leider passieren kann, hat sich das Thema anders entwickelt als gedacht und mein geplantes Projekt war relativ schnell auf Eis gelegt. Seit Anfang 2019 baue ich als Intrapreneurin zusammen mit meinem Kollegen Stefan Adlung ein StartUp für digitale Produktentwicklung innerhalb der Vision11 auf.

 

Wie lief das Bewerbungs- und Auswahlverfahren bei Dir ab?

 

2014 hat mich ein Freund und damaliger Kollege in Stuttgart auf die Vision11 aufmerksam gemacht. Als ich im erzählte, dass ich gern im CRM arbeiten und am liebsten zurück nach Bayern möchte, meinte er, dass ich mich auf jeden Fall hier bewerben soll. Er kannte die Vision11 durch ein Praktikum bei einem Kunden machte. Daraufhin habe ich mich beworben, wurde direkt angerufen und nach zwei persönlichen Gesprächen und einer Case Study hat es geklappt.

Auch während meiner Zeit beim Medienkonzern hatte ich Kontakt zu einigen ehemaligen Arbeitskollegen. Als für mich klar war, dass ich nicht länger bei meinem aktuellen Arbeitgeber bleiben möchte, nahm ich Kontakt zu meinem ehemaligen Chef auf. Tatsächlich wollte ich nicht zurück zur Vision11, sondern habe ihn nach persönlichem Rat und Optionen in seinem Netzwerk gefragt. Die Idee über die Vision11 für das ausländische StartUp zu arbeiten, hat sich erst etwas später ergeben.

 

Warum hast Du Dich für Vision11 entschieden?

 

Schon im Bewerbungsverfahren sind mir das menschliche Miteinander und die Offenheit positiv aufgefallen. Es wurde klar kommuniziert, was mich erwartet und was auch von mir erwartet wird. Es wurde auch erwähnt, in welchen Bereichen die Firma aktuell noch nicht da ist wo sie gerne hinmöchte. Die aktuellen Projekte sowie der Mix aus flachen Hierarchien, Gestaltungsspielraum, Eigenverantwortung und Teamarbeit hat mir einfach gefallen. Die Gespräche liefen auf Augenhöhe ab und es war klar, dass es sowohl eine Entscheidung von mir für oder gegen die Vision11 sein wird, als auch anders herum.

Der offene Umgang nach meiner Kündigung 2017 und das Hinterfragen meiner Gründe hat mich damals sehr überrascht. Ich hatte das Gefühl, dass es meinen Vorgesetzten wirklich wichtig ist, zu verstehen warum ich gehe. Diese Offenheit hat u.a. dazu geführt, dass ich wieder hier bin. Auch wenn ein paar der damaligen Gründe, die Vision11 zu verlassen, noch immer bestehen.

 

Wie waren Deine ersten Tage bei Vision11?

 

Die ersten Tage 2014 waren für mich ziemlich spannend, auch weil es mein erster „richtiger“ Job nach dem Studium war. Das Onboarding erfolgte vor allem durch meinen damaligen Teamleiter, den ich immer alles fragen konnte. Ich bin auch direkt mit zu Kundenterminen und war von Beginn an ein vollwertiges Teammitglied. Das gesamte Vision11-Team hat mich sehr herzlich aufgenommen und beim Feierabendbier auf dem Balkon kam ich auch mal mit Kolleg*innen ins Gespräch, mit denen ich nicht in Projekten zusammenarbeitete.

Vor meinen ersten Tagen in 2018 hatte ich ehrlich gesagt etwas Bammel. Ich fragte mich, wie die Kolleg*innen reagieren würden, wenn ich wieder da bin. Denken sie vielleicht, dass ich „versagt“ habe und deshalb wieder „angekrochen“ komme? Diese Ängste waren absolut unbegründet. Ich wurde so herzlich empfangen wie 2014. Die Kolleg*innen, die mich von damals kannten, freuten sich, dass ich wieder hier bin und ich freute mich darauf, die für mich neuen Kolleg*innen kennenzulernen. Dass ich jetzt inhaltlich für andere Themen arbeitete als vor meinem Weggang hilft denke ich dabei, nicht in alte Rollen und Verhaltensmuster zu fallen.

 

Wie gefällt Dir die Arbeitsatmosphäre?

 

Auch wenn sich in meiner Vision11-freien Zeit einiges verändert hat und die Firma um zwei Standorte und gut 60 Mitarbeiter*innen gewachsen ist, ist die Arbeitsatmosphäre noch fast wie in der Vision11, die ich damals verlassen habe: offen, familiär und lösungsorientiert. Die Flexibilität, sich sowohl die Arbeitszeiten als auch -Orte so einteilen zu können, wie es für einen in dem Moment am besten passt besteht noch immer. Das damit verbunden Vertrauen der Vorgesetzten in ihre Mitarbeiter*innen finde ich super. Ich habe das Gefühl, dass das gesamte Team durch den offenen Umgang mit Herausforderungen, die mit dem Wachstum der Firma einher gehen, viel dazu lernt.

 

Wie laufen Betreuung und Feedback durch die Vorgesetzten?

 

Auch wenn die Geschäftsführer mittlerweile ein separates Büro haben und nur noch ab und zu mal in anderen Büros sitzen, haben sie eine offene Tür und auch offene Ohren für das Team. Im Rahmen der StartUp Gründung haben wir regelmäßige Termine, um uns mit unseren Chefs auszutauschen. Wenn es dazwischen Bedarf gibt, auch kein Problem.

 

Wie hast Du Dich seit Deiner Einstellung entwickelt?

 

Hm, nicht so einfach diese Frage selbst zu beantworten – Stichwort Fremd- und Selbstbild J
Der Weggang und auch die Rückkehr zur Vision11 haben mich dahingehend geprägt, dass ich deutlicher weiß, was ich will bzw. was ich nicht will und dies auch ausdrücken kann. Fachlich und persönlich lerne ich aktuell so viel wie schon lange nicht mehr. Ich hätte nie gedacht, dass ich mich mal mit der Gründung eines StartUps beschäftige. Dieses Vertrauen von den Vorgesetzten und die Unterstützung von den Kolleg*innen zu bekommen ist ein tolles Gefühl.

 

Wie würdest Du Vision11 einem guten Freund beschreiben?

 

Die Vision11 ist eine mittlerweile nicht mehr ganz so kleine aber trotzdem noch feine CRM Beratung mit erfolgshungrigen und trotzdem sympathischen Kolleg*innen. Tolle Feiern bilden einen guten Ausgleich zur doch auch harten Arbeit. Die Kunden stehen im Mittelpunkt der Projekte, das Team steht im Mittelpunkt der Vision11.

 

Welchen Tipp hast Du für Bewerber?

 

So doof es klingen mag: sei‘ einfach du selbst. Überlege dir vorher, was du willst und was du nicht willst, wohin du dich entwickeln möchtest und was dein Beitrag für die Weiterentwicklung der Firma sein kann. Bei der Vision11 geht es nicht (nur) um einen Abgleich deiner Fähigkeiten mit den Anforderungen, sondern auch darum, ob es menschlich passt und eine gemeinsame Vision verfolgt wird.

 

Vielen Dank für das Interview.